This elegant Empire-period vase clock, conceived with strong architectural presence and refined sculptural balance, is attributed to Pierre-Philippe Thomire. Its form and decoration recall the celebrated Medici vase type, transformed here into a highly theatrical and ceremonial timepiece.
The clock takes the shape of a monumental vase surmounted by a finely pierced foliate domed cover, crowned with palm fronds and a pinecone finial—symbols of victory, immortality, and classical virtue. The circular bezel is topped by a ribbon-tie from which cascade delicately modelled floral swags. On either side stand a pair of classical female figures, gently inclined inward, each resting on individual plinths above elegantly scrolled handles.
Below the dial, a striking Mercury mask—evoking speed, eloquence, and the passage of time—is framed by floral swags. The composition flows downward to a spreading circular foot enriched with a wreath band, which rests upon a stepped square griotte marble base. The base is centred by an expressive Apollo head mask, surrounded by beaded and acanthus gilt-bronze bands, and supported on four turned feet, lending the entire structure both stability and rhythmic elegance.
Attribution to Pierre-Philippe Thomire
The exceptional quality of the chasing, gilding, and surface finishing, combined with close stylistic parallels to clocks preserved in royal residences, noble collections, and major scholarly publications, strongly supports the attribution of this vase clock to the workshop of Pierre-Philippe Thomire. Expert examination by specialists in European decorative bronzes further reinforces this conclusion.
Clock Movement
The movement is by the Parisian clockmaker Sirost, recorded at rue Bertin-Poiré between 1806–1810, and later at rue des Fontaines in 1840.
It features an anchor escapement, silk thread suspension, and strikes the hours and half-hours on a single bell, regulated by an outside count wheel—a robust and reliable construction typical of high-quality Parisian movements of the period.
Literature
• G. Wannenes, Le Più Belle Pendole Francesi. Da Luigi XIV all’Impero, 1991, p. 160, illustrating a clock of the same model.
• Pierre Kjellberg, Encyclopédie de la Pendule Française du Moyen Age au XXe Siècle, 1997, p. 327, pl. C, illustrating two identical clock cases by Thomire in the Musée François-Duesberg, Mons (Belgium).
• Elke Niehüser, Die Französische Bronzeuhr, 1997, p. 264, pl. 1311, illustrating an identical model.
Diese elegante Vase-Uhr aus der Empire-Zeit, die sich durch eine starke architektonische Präsenz und eine raffinierte skulpturale Ausgewogenheit auszeichnet, wird Pierre-Philippe Thomire zugeschrieben. Ihre Form und Verzierung erinnern an den berühmten Medici-Vasentyp, der hier in eine äußerst theatralische und zeremonielle Uhr verwandelt wurde.
Die Uhr hat die Form einer monumentalen Vase, die von einem fein durchbrochenen, gewölbten Deckel mit Blattwerk gekrönt wird, der mit Palmwedeln und einer Tannenzapfenverzierung versehen ist – Symbole für Sieg, Unsterblichkeit und klassische Tugend. Die runde Lünette wird von einer Schleife gekrönt, von der zart modellierte Blumengirlanden herabfallen. Zu beiden Seiten stehen zwei klassische Frauenfiguren, die sich leicht nach innen neigen und jeweils auf einem eigenen Sockel über elegant geschwungenen Griffen ruhen. Unterhalb des Zifferblatts befindet sich eine auffällige Merkurmaske, die Geschwindigkeit, Beredsamkeit und den Lauf der Zeit symbolisiert und von Blumengirlanden umrahmt ist. Die Komposition fließt nach unten zu einem sich ausbreitenden runden Fuß, der mit einem Kranzband verziert ist und auf einem abgestuften quadratischen Sockel aus Griotte-Marmor ruht. In der Mitte des Sockels befindet sich eine ausdrucksstarke Apollomaske, umgeben von Perlen- und Akanthusbändern aus vergoldeter Bronze und gestützt von vier gedrechselten Füßen, die der gesamten Struktur Stabilität und rhythmische Eleganz verleihen.
Zuschreibung an Pierre-Philippe Thomire Die außergewöhnliche Qualität der Ziselierarbeiten, Vergoldungen und Oberflächenveredelungen in Verbindung mit engen stilistischen Parallelen zu Uhren, die in königlichen Residenzen, Adels-Sammlungen und bedeutenden wissenschaftlichen Publikationen erhalten sind, stützt die Zuschreibung dieser Vasenuhr an die Werkstatt von Pierre-Philippe Thomire. Die Begutachtung durch Experten für europäische dekorative Bronzen bestätigt diese Schlussfolgerung zusätzlich.
Uhrwerk Das Uhrwerk stammt vom Pariser Uhrmacher Sirost, der zwischen 1806 und 1810 in der Rue Bertin-Poiré und später, im Jahr 1840, in der Rue des Fontaines registriert war.
Es verfügt über eine Ankerhemmung, eine Seidenfadensuspension und schlägt die Stunden und halben Stunden auf einer einzigen Glocke, die durch ein externes Zählrad reguliert wird – eine robuste und zuverlässige Konstruktion, die typisch für hochwertige Pariser Uhrwerke dieser Zeit ist. Literatur • G. Wannenes, Le Più Belle Pendole Francesi. Da Luigi XIV all’Impero, 1991, S. 160, mit Abbildung einer Uhr desselben Modells.
• Pierre Kjellberg, Encyclopédie de la Pendule Française du Moyen Age au XXe Siècle, 1997, S. 327, Tafel C, Abbildung von zwei identischen Uhrengehäusen von Thomire im Musée François-Duesberg, Mons (Belgien).
• Elke Niehüser, Die Französische Bronzeuhr, 1997, S. 264, Tafel 1311, Abbildung eines identischen Modells.
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