Dick Berckenkamp’s Spritz I from the Radio Spritz series is a highly explosive discharge of color and kinetic energy that defines painting as an act of pure movement. The artist's central intention manifests in a radical, directionless way of working: the canvas is worked on while lying flat from all sides, so that the work only finds its final orientation after the process is completed. What begins as a raw, unfiltered impulse transforms during the course of painting into a finely balanced equilibrium of music, light, and matter.
Visually, the work breaks with the tradition of static composition. Instead of a fixed center, Spritz I offers a visual force field in which acrylic, ink, and spray paint merge in a rhythmic flow. The gestures follow no predetermined subject, but rather the sound and energy of the moment – a visual equivalent to a spark that simultaneously arises and lingers.
Stylistically, the work can best be located in a contemporary form of post-abstraction. Here, the canvas is no longer used merely as a place for self-expression, but as a medium in which different levels of speed and density overlap. The transparency of the colors and the deliberate leaving open of the ground at the edges give the image a vital luminosity that invites the viewer to discover movement in silence and order in perceived chaos.
Dick Berckenkamps „Spritz I“ aus der Serie „Radio Spritz“ ist ein hochexplosiver Ausbruch von Farbe und kinetischer Energie, der die Malerei als Akt reiner Bewegung definiert. Die zentrale Absicht des Künstlers manifestiert sich in einer radikalen, richtungslosen Arbeitsweise: Die Leinwand wird flach liegend von allen Seiten bearbeitet, sodass das Werk erst nach Abschluss des Prozesses seine endgültige Ausrichtung findet. Was als roher, ungefilterter Impuls beginnt, verwandelt sich im Laufe des Malprozesses in ein fein ausbalanciertes Gleichgewicht aus Musik, Licht und Materie.
Visuell bricht das Werk mit der Tradition statischer Komposition. Anstelle eines festen Zentrums bietet Spritz I ein visuelles Kraftfeld, in dem Acryl, Tinte und Sprühfarbe in einem rhythmischen Fluss verschmelzen. Die Gesten folgen keinem vorgegebenen Thema, sondern dem Klang und der Energie des Augenblicks – ein visuelles Äquivalent zu einem Funken, der gleichzeitig entsteht und nachklingt.
Stilistisch lässt sich das Werk am ehesten einer zeitgenössischen Form der Post-Abstraktion zuordnen. Hier dient die Leinwand nicht mehr nur als Ort der Selbstdarstellung, sondern als Medium, in dem sich verschiedene Ebenen von Geschwindigkeit und Dichte überlagern. Die Transparenz der Farben und das bewusste Freilassen des Untergrunds an den Rändern verleihen dem Bild eine lebendige Leuchtkraft, die den Betrachter einlädt, Bewegung in der Stille und Ordnung im scheinbaren Chaos zu entdecken.
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