In the series Happiness is an inside job I & II, Anna Snijder explores the complexity of emotional states through an intricate layering of color spaces. Stylistically, these works show a clear affinity for Gerhard Richter’s squeegee technique. In a process of constant building up and scraping away, atmospheric landscapes of color emerge, where underlying layers are fragmentarily revealed through scratch and wipe marks. This technique lends the works an immense visual density and a temporal component: the creation of the painting remains permanently readable as a physical process.
While the cool blues and soft greens of the backgrounds radiate an almost meditative calm, the overlapping, impasto accents in vibrant orange and deep black provide powerful impulses. As with her other works, a final varnish provides a brilliant luster that emphasizes the depth of the color layers and preserves the luminosity of the pigments as if the work had only just been completed. This effect makes the colors appear permanently "fresh" and alive.
The interpretation of the title Happiness is an inside job points to the introspective depth of the series. It describes happiness not as an external event, but as an active, often laborious process of layering and uncovering from within. Just as Snijder applies, covers, and scratches back colors, the canvas reflects the "inner work" necessary to reach a core of contentment. The physical texture thus becomes a metaphor for the human psyche: true happiness lies beneath the surface and must be made visible through the conscious engagement with one's own emotional layers – layer by layer.
In der Serie „Happiness is an inside job I & II“ erforscht Anna Snijder die Komplexität emotionaler Zustände durch eine komplexe Schichtung von Farbräumen. Stilistisch weisen diese Werke eine deutliche Affinität zu Gerhard Richters Rakeltechnik auf. In einem Prozess des ständigen Aufbaus und Abkratzens entstehen atmosphärische Farblandschaften, in denen sich die darunterliegenden Schichten durch Kratz- und Wischspuren fragmentarisch offenbaren. Diese Technik verleiht den Werken eine immense visuelle Dichte und eine zeitliche Komponente: Die Entstehung des Gemäldes bleibt dauerhaft als physischer Prozess lesbar.
Während die kühlen Blautöne und sanften Grüntöne der Hintergründe eine fast meditative Ruhe ausstrahlen, sorgen die überlappenden, pastosen Akzente in leuchtendem Orange und tiefem Schwarz für kraftvolle Impulse. Wie bei ihren anderen Werken sorgt ein abschließender Lack für einen brillanten Glanz, der die Tiefe der Farbschichten betont und die Leuchtkraft der Pigmente bewahrt, als sei das Werk gerade erst fertiggestellt worden. Dieser Effekt lässt die Farben dauerhaft „frisch“ und lebendig erscheinen.
Die Interpretation des Titels „Happiness is an inside job“ verweist auf die introspektive Tiefe der Serie. Sie beschreibt Glück nicht als äußeres Ereignis, sondern als einen aktiven, oft mühsamen Prozess des Aufschichtens und Aufdeckens von innen heraus. So wie Snijder Farben aufträgt, überdeckt und wieder freiraspelt, spiegelt die Leinwand die „innere Arbeit“ wider, die notwendig ist, um einen Kern der Zufriedenheit zu erreichen. Die physische Textur wird so zu einer Metapher für die menschliche Psyche: Wahres Glück liegt unter der Oberfläche und muss durch die bewusste Auseinandersetzung mit den eigenen emotionalen Schichten sichtbar gemacht werden – Schicht für Schicht.
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